Nominierte und Preisträger LAMATHEA 2017

Nominierte und Preisträger 2017

Fakten

LAMATHEA-Jury 2017

„Die ganze Welt ist eine Bühne,“ hat bereits Shakespeare um das Jahr 1600 festgestellt. Wenn der LABW die baden-württembergischen Amateurtheaterbühnen im Zweijahrestakt dazu aufruft, sich mit ihren Produktionen für den renommierten Landesamateurtheaterpreis LAMATHEA zu bewerben, spiegelt sich dieses populäre Zitat in der gewaltigen Resonanz auf seinen Aufruf wider. Die stattliche Anzahl von insgesamt 159 Bewerbungen, die sich auf sieben verschiedene Kategorien verteilten, hielten ein Team aus 18 Jurorinnen und Juroren wochenlang in Atem. Auch diesmal bestand die Jury wieder aus professionellen Theaterschaffenden mit langjähriger Erfahrung im Amateurtheaterbereich, die in Teams aus zwei bis drei Entscheidungsträgern pro Kategorie über jeden einzelnen, per Filmaufnahme eingereichten Beitrag diskutierten und ihre Ergebnisse schließlich im Rahmen der Gesamtjury-Sitzung an einem Wochenende im Mai 2017 präsentierten. Zum Ende der Sitzung waren die diesjährigen Gewinner in sechs Kategorien zzgl. der Kategorie „Lebenswerk“ sowie die jeweils zweit- und drittplatzierten Beiträge gefunden. Der LABW freut sich schon jetzt darauf, die Preisträger am Samstag, den 02. Oktober 2017 um 19:00 Uhr im Festsaal des Studentenhauses der Universität Karlsruhe (KIT) küren und gebührend feiern zu dürfen.

Innenraumtheater

Innenraum

2017 hatte diese Kategorie die meisten Einsendungen, mit insgesamt 45 Bewerbungen. Zum Innenraumtheater kann jedes Theatergenre gezählt werden, sofern es in einem geschlossenen Raum stattfindet und nicht explizit zu einer der fünf anderen Kategorien, beispielsweise dem Mundarttheater oder dem Puppen- und Figurentheater, gezählt werden muss.

Die Fachjury in dieser Kategorie bestand aus Rob Doornbos und Naemi Zoe Keuler. Sie einigten sich auf drei Favoriten, von denen sich das Freie Hochrhein Schauspiel - Kleine Bühne e.V.  aus Waldshut-Tiengen mit dem Stück „Der müde Tod“ unter der Regie von Daniel Leers in der Gesamtjury-Sitzung durchsetzen konnte.

Am Samstag, den 30. September 2017 um 16.00 Uhr können Sie sich das Gewinnerstück im Jakobus-Theater in der Fabrik in Karlsruhe im Rahmen des diesjährigen Preisträgerfestivals ansehen!

Theater mit Kindern und Jugendlichen

Wenn sie tanzt

21 Bewerbungen gingen in dieser Kategorie, für die sich die Juroren Valérie Candik und Alexandra Laurenat verantwortlich zeigten, ins Rennen. Dass es von größter Wichtigkeit ist, den Nachwuchs zu fördern und den Ehrgeiz der Kinder und Jugendlichen anzustacheln, im Rahmen eines Wettbewerbs wie des Landesamateurtheaterpreises allen zu beweisen, was in ihnen steckt, versteht sich ganz von selbst.

Die LAMATHEA-Jury erklärte "Wenn sie tanzt" des Projekts Theaterhaus Plus aus Stuttgart unter der Regie von Jakob Dambacher-Walesch zum Preisträger. Erleben Sie die Aufführung der rund 30 Jugendlichen am Sonntag, 01. Oktober 2017 im Rahmen des LAMATHEA-Preisträgerfestivals im Jakobus-Theater in der Fabrik in Karlsruhe!

Foto: Verena Ecker

Freilichttheater

Ein Sommernachtstraum Niederstetten

Das Freilichttheater gehört ohne Zweifel zu den beliebtesten und bestbesuchten Genres des Amateurtheaters in Baden-Württemberg. Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Kategorie, verantwortet von Christoph Biermeier und Nadja Kiesewetter, mit 38 Bewerbungen exakt die selbe Zahl an Einreichungen zu verzeichnen hat wie beim vergangenen LAMATHEA 2015.

Dieses Jahr hat sich das Freilichttheater im Tempele Niederstetten e.V. die begehrte Auszeichnung gesichert, mit seiner fantasievollen Adaption von Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" (dir. Ulrich Schulz). Im Falle des Erstplatzierten in der Kategorie Freilichttheater ist eine Aufführung während des Preisträgerfestivals witterungsbedingt und aus technischen Gründen nicht zu realisieren; stattdessen wird am Montag, 02. Oktober 2017 ab 15.30 Uhr im Gaede-Hörsaal auf dem KIT-Campus eine Videoaufzeichnung der Inszenierung gezeigt.

Mundarttheater

Theatergruppe der Trachtengruppe Zell

Das Mundarttheater ist eine der traditionsreichsten Säulen des Amateurtheaters in Baden-Württemberg, einem Bundesland, das eine Vielzahl markanter und facettenreicher Dialekte beherbergt. Gleichzeitig stehen die Mundart-Amateurbühnen anderen Sparten in Sachen Qualität und Innovationskraft in nichts nach. Davon legten die 16 Einreichungen in der Kategorie "Mundarttheater" (Jury: Stefan Hallmayer und Rüdiger Erk) Zeugnis ab.

Das Rennen für sich entscheiden konnte "Verliebt, Verlogen, Verheiratet", die Adaption von Ray Cooneys "Lügen haben junge Beine" ins Alemannische der Theatergruppe der Trachtengruppe Zell im Wiesental. Zu sehen am Sonntag, 01. Oktober 2017 um 19.30 Uhr im Festsaal des Studentenhauses (SKZ) auf dem KIT-Campus!

 
Foto: Gabi Decker

Theater mit soziokulturellem Hintergrund

Theater mit soziokulturellem Hintergrund umfasst all jene Produktionen und Inszenierungen, welche die kulturellen, sozialen und politischen Interessen und Bedürfnisse einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe in den Mittelpunkt rücken. Dabei stehen der Gedanke der Toleranzvermittlung und die Förderung demokratischer Grundwerte im Vordergrund. Ob Seniorentheater, Mehrgenerationenspiel, interkulturelle Projekte oder Theater mit Obdachlosen, psychisch Kranken und Behinderten: Unzählige Gruppen in Baden-Württemberg setzen sich über das Medium Theater mit Kunst und Kultur auseinander und ermöglichen dadurch kulturelle Teilhabe. Dieses Engagement möchte der LAMATHEA in der Kategorie "Theater mit soziokulturellem Hintergrund" würdigen.

Neun Bewerbungen
gab es in dieser Kategorie, die von den Juroren Monika Hunze und Jochen Wietershofer betreut wurde. Durchgesetzt hat sich die Layertruppe aus Mannheim mit "Die Frauen von Troja", ihrer Adaption der Tragödie von Euripides (dir. Eva Layer). Die prämierte Inszenierung zeigt die Gruppe im Rahmen des Preisträgerfestivals am Samstag, 30. September 2017 um 20.00 im Festsaal des Studentenhauses (SKZ) auf dem KIT-Campus.
 

Puppen- und Figurentheater

Puppe
Die Puppen- und Figurenbühnen des Landes erzählen ihre Geschichten mit großem Einfallsreichtum und handwerklicher Expertise. Aus drei Einreichungen in der Kategorie "Puppen- und Figurentheater" erklärten die Fachjury (Gabriele Gulitz und Raphael Mürle) und die Gesamtjury "Das Missverständnis" des Figurentheater Ravensburg e.V. zum diesjährigen LAMATHEA-Preisträger.
 
Das Ensemble führt sein Preisträgerstück im Rahmen des Preisträgerfestivals am Sonntag, 01. Oktober 2017 um 11.00 Uhr im Theater Die Käuze auf. 

Foto: Reiner Böschen
 

Lebenswerk und Bürgerschaftliches Engagement

Bodenseeschule
Dieser Sonderpreis (Jury: Manfred Hoepken, Marianne Seidel und Rolf Wenhardt) kann Einzelpersonen, die sich über Jahre und Jahrzehnte ehrenamtlich um das Amateurtheater in Baden-Württemberg verdient gemacht haben, verliehen werden. Er ist aber ebenso für Personengruppen, Institutionen oder Unternehmen mit einem entsprechenden Engagement gedacht. Für LAMATHEA 2017 wurden in dieser Kategorie 27 Einreichungen berücksichtigt.
 
Das Bildungszentrum Bodensee-Schule St. Martin mit Freier Katholischer Grund- und Werkrealschule sowie Sozialwissenschaftlichem Gymnasium in Friedrichshafen erhält den LAMATHEA-Preis 2017 für sein besonderes bürgerschaftliches Engagement bei der Unterstützung der Theatertage am See und der daraus entstandenen Netzwerke der Kooperation und des Wissensaustauschs im Amateurtheater.
 
Eine Delegation der Bodensee-Schule wird im Rahmen der Feierlichen Preisverleihung am Montag, 02. Oktober 2017 um 19.00 Uhr im Festsaal des Studentenhauses (SKZ) auf dem KIT-Campus ebenso wie die anderen ausgezeichneten Gruppen ihre LAMATHEA-Statue entgegennehmen.

Foto: Felix Kästle

Jury 2017

Die LAMATHEA-Jury

und das Team des Landesverbandes Amateurtheater Baden-Württemberg e.V.

Juryvorsitz

Theresia Bauer MdL – Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (i.V. Johannes Grebe - Regierungsdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg)

Kategorie Innenraumtheater

Rob Doornbos – Theaterpädagoge, Regisseur, Mitglied des Künstlerischen Beirats des LABW

Naemi Zoe Keuler - Präsidentin und Geschäftsführerin LABW

Kategorie Theater mit Kindern und Jugendlichen

Valérie Candik – Theaterreferentin Akademie Schloss Rotenfels

Alexandra Laurenat – Vizepräsidentin und Landesjugendleiterin LABW

Kategorie Theater mit soziokulturellem Hintergrund

Monika Hunze – Kultur- und Theaterpädagogin, Geschäftsführerin LAG Theaterpädagogik BW, Mitglied des Künstlerischen Beirats des LABW

Jochen Wietershofer – Regisseur, Theaterpädagoge, Mitglied des Künstlerischen Beirats des LABW

Kategorie Mundarttheater

Stefan Hallmayer – Intendant Theater Lindenhof Melchingen

Rüdiger Erk – Beisitzer für Mundarttheater im LABW-Präsidium

Kategorie Freilichttheater

Christoph Biermeier – ehem. Intendant Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Nadja Kiesewetter – Theaterpädagogin, Mitglied des Künstlerischen Beirats des LABW

Kategorie Puppen- und Figurentheater

Gabriele Gulitz – Puppenspielerin

Raphael Mürle – Diplom-Figurenspieler

Kategorie Lebenswerk und Bürgerschaftliches Engagement

Manfred Hoepken – Stiftungsratsmitglied der Stiftung Theater Lindenhof Melchingen

Marianne Seidel – Beisitzerin für Senioren- und Generationentheater im LABW-Präsidium

Rolf Wenhardt – Ehrenpräsident LABW

Künstlerische Leitung

Naemi Zoe Keuler – Präsidentin und Geschäftsführerin LABW

Marcus Joos – Vizepräsident und Künstlerischer Leiter LABW

Lars Helfert – Vizepräsident und Schatzmeister LABW

Projektleitung & Pressearbeit

Antonia Keinz – freie Autorin, PR, Konzeptions- und Veranstaltungsmanagement

Raphael Wohlfahrt – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit LABW

unterstützt durch den Arbeitskreis LAMATHEA im LABW (Naemi Zoe Keuler, Marcus Joos, Lars Helfert, Rolf Wenhardt, Thorsten Feldmann, Christina Neidenbach, Anna Seil)


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